Seit Jahrzehnten ist das Sparbuch der Liebling der Deutschen, wenn es um die Anlage des persönlichen Notgroschens geht. Doch das Sparbuch ist beileibe nicht so gut, wie die meisten Sparer denken. Der durchschnittliche Zins für auf einem Sparbuch eingezahltes Guthaben liegt zwischen 0.5 und 1,0% pro Jahr. Das ist weit weniger als beispielsweise ein Tagesgeldkonto oder sogar moderne Girokonten bieten. Seitens der Banken und Sparkassen werden unbedarfte Kunden dennoch immer wieder auf diese Sparform verwiesen, denn für die Institute ist es lukrativer, dem Kunden weniger Zinsen für sein Erspartes zahlen zu müssen.
Wenn Ihnen ihre Bank großzügige 1% Zinsen pro Jahr auf Ihr Sparbuch gewährt und das darauf angelegte Geld für 6% pro Jahr weiter verleiht, streicht sie ohne Berücksichtigung von Gebühren oder irgendwelchen Kosten Jahr für Jahr eine Zinsdifferenz von 5% ein. Legen Sie als cleverer Sparer ihr Geld nun aber auf einem Tagesgeldkonto zu 3,5% Zinsen pro Jahr an, verdient die Bank noch eine Zinsdifferenz von 2,5% jährlich. Kein Wunder also, das selbst heute noch Banken lieber das Sparbuch als ein für den Sparer lukrativeres – weil besser verzinstes – Tagesgeldkonto empfehlen.
Aber nicht nur hinsichtlich der Zinsen ist ein Tagesgeldkonto dem Sparbuch weit überlegen, auch der Zugriff ist hier wesentlich flexibler gestaltet. So gut wie alle Tagesgeldkonten verfügen heutzutage über Zugang per Onlinebanking, was bei Sparbüchern noch immer die Ausnahme ist. Sie müssen also nicht wegen jeder Einzahlung oder Auszahlung zur Bank pilgern, sondern können all dies bequem vom heimischen Rechner aus erledigen.
Wenn Sie also vor der Wahl stehen, wo Sie ihren Notgroschen anlegen oder wie Sie vielleicht Ihren Kindern oder Enkelkindern etwas Gutes tun können, dann entscheiden Sie sich für ein Tagesgeldkonto anstelle eines Sparbuches, es ist mit Sicherheit die richtige Entscheidung.
Kategorie: Finanzen & Geldanlage


