Welche Bedeutung hat der Motorschutzschalter?
Elektrische Motoren werden in aller Regel immer mit einer Schutzvorrichtung versehen. Zweck der Schutzvorrichtung ist es, den Elektromotor vor thermischer Überlastung zu sichern. Denn thermische Überlastung bedeutet normalerweise, dass der Motor Schaden nimmt und das Isolationsmaterial der Wicklungen schmilzt. Wenn sich die Wicklungen berühren, entsteht ein Leiterschluss. Das Resultat wäre: der Motor kann nicht mehr benutzt werden. Die Ursache solch einer Überlastung kann eine mechanische Überlastung oder der Ausfall eines einzelnen oder zweier Außenleiter sein.
Es gibt zwei grundsätzliche Möglichkeiten, einen Elektromotor vor Überlastung zu schützen. Einerseits kann die Stromaufnahme überwacht werden. Andererseits kann die Temperatur in den Motorwicklungen überwacht werden.
Wenn die Stromaufnahme überwacht wird, wird ein Motorschutzschalter eingesetzt. Der Konstrukteur des Elektromotors gibt eine maximale Stromstärke vor. Wenn diese überschritten wird, droht eine Gefahr der Überhitzung. Wenn einer der beiden vorgegebenen Werte erreicht wird, wird nach einer eingestellten Auslösezeit die Stromzufuhr unterbrochen, um den Motor vor Überlastung zu schützen. Die Auslösecharakteristik kann eingestellt werden. Damit kann verhindert werden, dass bei einem Motor mit Schweranlauf der Motorschutzschalter bereits aktiviert wird. Vorteil ist ebenfalls, dass der Schalter nach einem Störanfall wieder zurückgesetzt werden kann.
Der Motorschutzschalter wird in erster Linie für dreiphasige Drehstrommotoren eingesetzt. In diesem Fall werden mit einem Stromwandler die Ströme in den drei Zuleitungen überwacht. Über eine ODER-Verknüpfung werden sie ausgelöst. Sobald also in einer Zuleitung der Strom über den eingestellten Höchstwert ansteigt, wird die Stromzufuhr für alle drei Zuleitungen unterbrochen.

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Kategorie: Elektronik & Technik