Es gibt vermutlich kein technisches Endgerät, welches eine größere Verbreitung erreicht hat als das Handy. Mithalten kann allenfalls der Fernseher, der – berücksichtig man nur Haushalte und nicht Personen – eine ähnliche weltweite Verbreitung gefunden hat. Allerdings hat der Fernseher für diese Penetrationsrate Jahrzehnte gebraucht, während das Mobiltelefon nach der Entwicklung des D-Netzes nur ein einziges Jahrzehnt brauchte, um den Weg in die Tasche der halben Menschheit zu finden. Das schaffte nicht einmal das Internet, welches auch eine rasante Entwicklung aufzuweisen hat.
Wie konnte sich das Handy wie ein Flächenbrand über den Erdball verteilen. Zunächst einmal erfüllt es eine wichtige Nutzenfunktion. Mit Hilfe des Handys kann der Nutzer mobil kommunizieren, d.h. er kann aktiv anrufen und ist auch passiv erreichbar und zwar auch dann, wenn er unterwegs ist. Ein weiterer Vorteil von Netzwerktechnologien ist, dass der Gesamtnutzen mit der Anzahl der Nutzer im Netzwerk überproportional ansteigt. Haben nur zwei Menschen ein Handy, können nur diese miteinander telefonieren. Bei zehn Nutzern im Netzwerk kann dagegen schon kreuz und quer kommuniziert werden.
Durch die Handys wurde die fernmündliche Kommunikation losgelöst von fixen Festnetzanschlüssen möglich. Plötzlich konnten Teilnehmer erreicht werden, egal wo diese sich aufhielten. Damit wurde ein bis dahin nicht bedientes Kommunikationsbedürfnis gedeckt. Durch die Implementierung von UMTS wird das Ausmaß der mobilen Kommunikation jetzt auch noch auf das Internet ausgedehnt, so dass die Kommunikation ihre letzten räumlichen Beschränkungen verliert und die Kommunikation losgelöst von Zeit und Raum möglich wird. Sicher wird dies bei fallenden Preisen für den Datentransfer die Verbreitung von Handys noch weiter steigern.
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