Dinkelkissen, Dinkelspelzkissen, Dinkelspreukissen – was ist der Unterschied? Gemeint ist – zumindest oft – dasselbe. Dinkelspreu und Dinkelspelz werden gleichermaßen als Bezeichnung für die Spelzhülle des Dinkelkorns verwendet und daraus der Name für damit gefüllte Kissen abgeleitet. Das gleiche meint man landläufig vereinfacht mit "Dinkelkissen". Aber Vorsicht – manchmal werden damit auch mit Körnern gefüllte Kissen bezeichnet, die nicht zum Schlafen, sondern als natürliche „Wärmflasche“ im Backofen oder in der Mikrowelle erhitzt zur Wärmetherapie aufgelegt werden.
Aufgrund dieser Begriffsverwirrung ist es auch schon vorgekommen, dass Kissen zum Schlafen mit Dinkelkörnern gefüllt wurden. Schlimm ist das erstmal nicht – nur dass so ein Kissen je nach Größe 15 kg wiegen kann (eine Kissenschlacht verbietet sich damit von selbst). Es gibt auch noch andere Nachteile hygienischer Art, denn ein Korn kann keimen. Es kann verderben, schimmeln oder Insekten anlocken.
Die Spelzhülle hingegen ist – von der Natur als „Regenmantel“ für das Korn konstruiert – sehr widerstandsfähig gegenüber Feuchtigkeit und wiegt nur gut ein Zehntel einer Körnerfüllung. Die Schalen des Urgetreides Dinkel können trotzdem Feuchtigkeit in einem Maße aufnehmen, die ihr Eigengewicht noch übertrifft. Sie trocknen leicht und schnell wieder ab, was für ein gesundes Schlafklima wichtig ist. Qualitativ hochwertige Füllungen sind immer locker und lassen viel Luft hindurchströmen. Hier zeigen sich weitere Vorteile gegenüber Schaumstoffen und vielen Faserfüllungen, die zum Verfilzen und Verdichten neigen.
Damit die Eigenschaften der Spelzfüllungen (Luftdurchlässigkeit, Formbarkeit, entspannende Stützfunktion) im Gebrauch möglichst gut erhalten bleiben, können die Spelzen durch ein Bad in Natur-Kautschukmilch stabiler und haltbarer gemacht werden. Diese wird von den Getreidespelzen aufgesogen. Die Kautschukmilch verkettet sich während ihrer anschließenden Trocknung und Verfestigung. Der fein vernetzte „Naturgummi“ gibt den Getreideschalen mit seiner fast unverwüstlichen Strapazierfähigkeit ein stabilisierendes „Gerüst“. Die einzelnen Spelzen bleiben frei beweglich, ohne zu verkleben. Die Füllungen bekommen mehr Zusammenhalt, was die stützende und entspannende Wirkung der Kissen verbessert. Der an Dinkelspelzen oft gelobte, hohe Gehalt an Kieselsäure (Silicea) bleibt unverändert, ebenso ihre Offenporigkeit und Atmungsfähigkeit. Der Kautschuk bindet Abriebstaub und gibt den Kissenfüllungen auch bei starker Beanspruchung im Gebrauch eine hohe Abriebfestigkeit.
Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.speltex.de
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