Zwei Ziele bei Schönheitsoperationen: Jugend und/oder Schönheit
Schönheitsoperationen sind im Trend. Dabei kann man unterscheiden zwischen solchen Schönheitsoperationen, die die Zeichen des Alterns abmildern oder zum Verschwinden bringen sollen und solchen, die den Betreffenden nicht unbedingt jünger, aber schöner aussehen lassen sollen.
Zur ersten Kategorie gehören vor allem die diversen Arten des Liftings, bei dem die Haut von ihrer Unterlage, dem Unterhautfettgewebe und den Muskeln abgelöst und neu gespannt wird. Es gibt das Augenlifting, das Wangenlifting und das sogenannte große Lifting, bei dem unter Umständen auch die Gesichtsmuskeln verkürzt werden, damit der Effekt länger anhält.
Zur zweiten Gruppe gehören die Operationen, die ein bestimmtes Körperteil oder Körpermerkmal, das der Betroffene als besonders hässlich oder störend empfindet, optisch verbessern sollen.
Am Kopf werden – wenn man vom Anlegen abstehender Ohren, sog. Eselsohren, absieht – die meisten Schönheitsoperationen an der Nase vorgenommen, und zwar weiblichen Nasen.
Die Nase prägt ein Gesicht
Das ist auch nicht verwunderlich, denn die Nase ist – schön im wörtlichen Sinne – ein herausragender Teil des Antlitzes, der immer auffällt und sich mit kosmetischen Mitteln bzw. Schminktechniken nicht wirklich optisch zufriedenstellend verändern lässt.
Ideal und Wirklichkeit; das Leiden an der “falschen” Nase.
Frauen möchten “weiblich”, Männer “männlich” aussehen. ‘Die Inhalte dieser Attribute entnehmen wir oft unbewusst der Werbung. Die meisten weiblichen Models haben relativ kindliche Gesichter, dazu passt eine kleine gerade oder eine kleine “Stupsnase”, eine Nase, die keinen zu breiten Sattel und vor allem keinen Höcker auf dem Rücken aufweist (Hakennase). Ein südamerikanischer Schönheitschirurg war für seine, den vorgenannten Kriterien entsprechend modellierten Nasen berühmt, sie wurden sogar nach ihm benannt.
Die operationswilligen jungen Frauen und auch Männer versprechen sich von einer Nasenoperation oft ein harmonischeres Gesicht, vor allem im Profil. Natürlich sagen die meisten, sie lassen die Operation nur für sich selbst machen, um sich selbst besser zu gefallen, aber zumeist sind damit auch Erwartungen verbunden, bei der Umwelt “besser anzukommen”.
Manchmal ist es für einen Außenstehenden schwer, den Leidensdruck eines Menschen, der sich zur Operation entschlossen hat, nachzuempfinden, vor allem, wenn es sich noch um junge Menschen handelt und man würde dem jungen Menschen eher mehr Selbstbewusstsein als eine neue Nase wünschen, manchmal sieht man aber auch, wie positiv sich die neue Nase auf das Aussehen und auch das Auftreten ihres Trägers auswirkt.
Ein tragisches Beispiel dafür, wie durch eine verzerrte Selbstwahrnehmung verursachte wiederholte Nasenkorrekturen ein Gesicht zerstören können, ist der King of Pop, Michael Jackson. In seinem konkreten Fall hätte man sich gewünscht, dass die Ärzte an ihren hippokratischen Eid gedacht hätten und ab einem bestimmten Zeitpunkt – trotz der finanziellen Verlockung – sich einfach geweigert hätten, das Skalpell nochmal anzulegen.
Kategorie: Kosmetik & Schönheit


