Bei einer Literaturrecherche zum Thema Kopfschmerzen findet man über 600 verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Dies belegt die diagnostische und therapeutische Schwierigkeit im Umgang mit solchen Kopfschmerzen. Durch diese Vielzahl von verschiedenen Kopfschmerzarten liegt auf der Hand, dass auch entsprechend viele ursächliche Faktoren eine Rolle spielen können. Angefangen von gefäßbedingten, neurologischen, orthopädischen, unfallbedingten traumatischen, sozialen, entzündlichen bis hin zu bösartigen Ursachen (Tumoren), spielt hier die ganze Bandbreite von Ursachen eine Rolle. Typische Beispiele bekannter Kopfschmerzarten sind der Spannungskopfschmerz, Migräne, Cluster Kopfschmerz, Trigeminus Neuralgie uvm. Selbstverständlich ist es insbesondere bei allen chronischen Kopfschmerzformen wichtig, dass eine gründliche und gewissenhafte schulmedizinische diagnostische Abklärung stattgefunden hat, um zumindest alle schwerwiegenden Ursachen wie z.B. Tumore auszuschließen.

Bedeutung der Osteopathie

Nach Ausschluss aller schulmedizinischen Ursachen, bleiben dennoch unzählig viele so genannter  funktioneller Ursachen für Kopfschmerzen übrig. Auch wenn selbstverständlich die Osteopathie nicht in allen diesen Fällen Heilung bringen kann, bzw. die Ursache herausfinden kann, so ist die Osteopathie doch genau in solchen Fällen ein sehr guter Behandlungsansatz, um die Symptome deutlich zu verbessern oder sogar zu beseitigen.

Ursachen für Kopfschmerzen aus der Sicht der Osteopathie

Kopfschmerzen bedeuten aus der Sicht der Osteopathie lediglich ein Symptom. Wie es zu diesem Symptom kommt, kann extrem vielfältig sein. Ursachen für diese Kopfschmerzen können aus der Sicht der Osteopathie in allen drei Teilbereichen des menschlichen Körpers liegen.
Diese Teilbereiche des Körpers sind:

  • Bewegungsapparat (parietaler Bereich)
  • innere Organe (viszeraler Bereich)
  • Craniosacrale Osteopathie (Schädelkreuzbeinsystem).

Beispielsweise können Nackenverspannungen oder Blockierungen der Halswirbel/ Kopfgelenke oder der oberen Brustwirbel über muskuläre Verspannungen die zuführenden Blutgefäße des Kopfes irritieren und über diesen Mechanismus Kopfschmerzen verursachen. Ebenso können Störungen der Organe wie z.B. des Magens oder der Leber reflektorisch Schmerzen des Schädels verursachen. Ein deutlicher hormoneller Zusammenhang wird beispielsweise bei der menstruellen Migräne beschrieben.
Selbstverständlich können auch Probleme der Schädelknochen/ Schädelnähte oder der Kiefergelenke Kopfschmerzen verursachen. Bestimmt durch Unfälle oder Stürze auf den Schädel können  die Schädelnähte "blockieren", wodurch die Durchblutung, die Ver- u. Entsorgung des Gehirns gestört wird und in dessen Folge können Kopfschmerzen entstehen. Ebenso können
Kieferfehlstellungen, nächtliches Knirschen (Bruxismus) oder Pressen über die Kaumuskulatur Kopfschmerzen verursachen.

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Kategorie: Medizin & Krankheit