Ein Passivhaus ist im Regelfall ein Gebäude mit einer Lüftungsanlage, welches keine “normale” Heizanlage enthält, sondern aufgrund seiner guten Wärmedämmung die Wärme speichert.
Warum heißt es Passivhaus?
Das Passivhaus hat seinen Namen deshalb, weil die Wärme nicht direkt aus den üblichen Quellen gelangt wie z.b. einer Heizung, sondern aus passiven Quellen wie Sonneneinstrahlung, technische Geräte und der Abwärme der Bewohner. Dies senkt den Energieverbrauch enorm und erhöht zudem den Wohnkomfort.
Die Wärmedämmung ist ausschlaggebend
Für die Einsparung von Energie kommt es auf die Reduzierung der Energieverluste an, die aus Transmission und Lüftung resultiert. Hierfür benötigt man eine gute Wärmedämmung rund ums Haus, also für Dach, Kellerwände, Fundamente und Fenster. Weiterhin bedarf es einer dichten Gebäudehülle sowie einer kontrollierten Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung aus der Abluft. Keinesfalls dürfen Wärmebrücken und/oder Undichtigkeiten vorhanden sein, vor allem auch nicht bei den Anschlüssen. Die Fenster von Passivhäusern sind in der Regel dreifach verglast, weisen selektive Schichten zu jedem Scheibenzwischenraum auf und sind gefüllt mit dem Edelgas Argon. Um den Energieeintrag zu optimieren, sind schmale Rahmen von Vorteil.
Lüftung reicht als Heizung aus
Durch eine eingebaute Lüftungsanlage wird die verbrauchte Luft sowie der Wasserdampf abtransportiert. So entsteht ein angenehmes Raumklima. Damit die Lüftung nun auch als Heizung tatsächlich ausreicht, wird die Wärmedämmung so verarbeitet, dass selbst am kältesten Tag die Wärmemenge noch zur Zulufterwärmung reicht.
Was kostet ein Passivhaus?
Ein Neubau ist durchschnittlich 5-15% teurer als ein “normaler” Neubau, die Umrüstung von Altbauten liegt bei 12-18%.
Kategorie: Bauen & Handwerk


