Ein Passivhaus ist ein Gebäude, in dem unabhängig von der Jahreszeit eine behagliche und konstante Raumtemperatur herrscht ohne zusätzliche Heizkosten zu verursachen. So wird im Vergleich zu einem konventionellen Wohnhaus über 90% weniger Heizenergie benötigt. Somit werden jährlich umgerechnet 1,5l Öl pro Quadratmeter eingespart. Dies ist nicht nur umweltfreundlich sondern auch kostengünstig. Erreicht wird diese Einsparung durch Wärmedämmung, oftmals Südlage , gute Verglasung und hohes Maß an Sonnenenergie.
Passivhausförderung
Da der aufwendige Baustil samt Dämmung und Spezialverglasung wesentlich höhere Baukosten als für konventionelle Bauten nach sich zieht, sind Passivhäuser in der Vergangenheit eher die Ausnahme gewesen. Im Rahmen der seit einigen Jahren bestehenden Fördermöglichkeiten werden die Mehrkosten jedoch um bis zu 50% refinanziert. Insbesondere die zinsgünstigen Angebote und Zuschüsse der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) tragen mittlerweile zu einem enormen Zuwachs an Passivhäusern bei. So bekommt man beispielsweise für einen Neubau pro Wohneinheit einen Kredit von 50.000€ mit einem Tilgungszuschuss von 5%. Ebenso werden auch Sanierungen von Altbauten nach Passivhaus-Standard umfangreich gefördert.
Durchschnittlich spart ein Passivhaus nach aktuellen Studien gegenüber einem konventionellen Bau im Laufe von 30 Jahren etwa 100.000€ an Heizkosten ein. Dazu kommen noch die günstigen und vielfältigen Förderungsmöglichkeiten. In Kombination gleichen diese beiden Vorteile die anfänglich höheren Investitionskosten mehr als aus.
Insgesamt ist davon auszugehen, dass die Förderung für energiesparende Bauten noch weiter ausgebaut wird, um den Klimawandel zu verlangsamen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren.
Kategorie: Bauen & Handwerk


